Die Elektromobilität – Nutzfahrzeug und Pkw

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Die großen Automobilhersteller setzen bereits auf alternative Antriebstechnologien und stellen sich breit auf. Kürzlich hat BMW allerdings verkündet, dass sie noch mindestens 30 Jahre Autos mit Verbrennungsmotoren herstellen werden. Der Wechsel auf Elektroautos gestaltet sich gar nicht so einfach. Zum einen, weil viele die E-Autos für nicht ausreichend effizient halten. Zum anderen, weil sie meist noch sehr teuer sind. Der Wechsel auf alternative Antriebe ist selbstverständlich nicht über Nacht gemacht, dennoch ist klar, dass sich etwas verändern muss. 

Vorurteile über Elektromobilität

Im Jahre 2017 ist der Begriff der R.I.P.-Problematik im Zusammenhang mit der Elektromobilität geprägt worden. R.I.P. steht für die mangelnde Reichweite, eine fehlende Infrastruktur in Form von Ladestationen und den hohen Preisen. Damit E-Autos erfolgreich in unserem Alltag integriert werden können, muss die Umstellung für den Nutzer genug Vorteile bieten. Niemand kauft ein Auto, wenn ein anderes (in dem Fall ein Auto mit normalen Verbrennungsmotor) mehr Vorteile verspricht und für den Einzelnen effizienter zu sein scheint. 

In den letzten Jahren hat sich in der Elektromobilität viel getan. Es stimmt schon länger nicht mehr, dass Elektroautos nur wenige Kilometer zurücklegen können. Im Alltag fährt man meist ca. 40-50 Kilometer pro Tag. Am Markt gibt es bereits E-Autos die über 500 Kilometer ohne Zwischen-Ladung zurücklegen können. Das Tesla Model 3 fährt beispielsweise bis zu 530 Kilometer. Aber auch Modelle von VW oder Audi legen bereits 300-400 Kilometer ohne Zwischenladung zurück. So ist es möglich, das Auto gemütlich über Nacht zu Hause zu laden.

Das Netz der E-Tankstellen wird kontinuierlich ausgebaut, sodass es in Zukunft für unterwegs viele Möglichkeiten geben wird, das Auto zwischenzeitlich zu laden.

Elektromobilität im Alltag

Dass das elektrische Fahren im Alltag funktioniert, macht uns Norwegen vor: Oslo gilt als Vorreiter-Nation der Elektromobilität. Hier zahlt man für einen E-Golf nicht viel mehr als für den Benziner.

Laut dem „Electromobiliy Report 2019“ des Center of Automotive Management (CAM) hat Deutschland dennoch im vergangen Jahr gut aufgeholt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 wurden in Deutschland rund 48.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride neu zugelassen. Im Vergleich dazu waren es in Norwegen in der ersten Hälfte des Jahres 2019 etwa 44.000.

Weltweit gab es im dritten Quartal des Jahres 2019 massive Verluste im Verkauf von E-Autos und Hybriden. Das liegt vor allem auch daran, dass der Kauf nicht überall staatlich subventioniert wird.

Einige Beispiele aus dem Alltag zeigen, dass das elektrische Fahren nicht im privaten Bereich funktioniert. Viele deutsche Flughäfen setzen beispielsweise beim Personentransport auf elektrisch betriebene Busflotten. Der Frankfurter Flughafen hat 2018 einen E-Schlepper eingeführt, der Flugzeuge von und zu den Start- bzw. Landebahnen schleppt (Mehr erfahren).

Elektromobilität bei Transportern

Es gibt bereits die ersten Nutzfahrzeuge auf dem Markt, die mit Elektro-Antrieb funktionieren - beispielsweise den e-Crafter von Volkswagen.

Der Internetanbieter Amazon hat die ersten E-Transporter bereits angeschafft. Für München hat Amazon 40 Elektrotransporter des Typs StreetScooter WORK Box bestellt. Elektroauto-News hat kürzlich einen interessanten Artikel darüber verfasst. 

Die Frage der Nachhaltigkeit 

Bei allen positiven Auswirkungen, stellt sich richtigerweise immer auch hier die Frage der Nachhaltigkeit. Auch wenn der heutige Strommix bereits einen Klimavorteil bietet, ist es hierbei sehr wichtig auf erneuerbare Energien zu setzen und das Netz stetig auszubauen (für weitere Informationen).

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