Förderung vom Staat – Was kommt 2020 auf uns zu?

E-Auto Ladestation

Seit 2016 fördert der Staat Kauf und Leasing von den meisten Elektroautos sowie manchen Pkw mit Brennstoffzellen mit 4.000 Euro. Plug-in-Hybride werden meist mit 3000 Euro subventioniert. Im Juni 2019 wurde die Kaufprämie (umgangssprachlich Umweltbonus) offiziell bis Ende 2020 verlängert. 

2020 sollen die Zuschüsse zwar steigen – es ist jedoch noch nicht klar, wann genau. Bei einem Elektroauto mit einem Listenpreis von unter 40.000 Euro soll es 6.000 Euro Fördergeld geben – bei einem Listenpreis von über 40.000 steigt das Fördergeld auf 5.000 Euro. Die Fördergelder gelten dabei deutschlandweit und unterscheiden sich in den verschiedenen Bundesländern nicht.

Den Umweltbonus gibt es jedoch nur, wenn das Auto auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) steht. 

Steuervorteile für Elektroautos 2020

Für Elektroautos, die bis zum 31.12.2020 erstmals zugelassen werden, muss 10 Jahre keine Kfz-Steuer gezahlt werden. Sollte sich in der Zeit der Halter des Fahrzeugs ändern, kann die Steuerbefreiung auf den anderen Halter übertragen werden. Die Steuervorteile gelten nur für Elektroautos – Hybridfahrzeuge, die zum Teil auch mit Verbrennungsmotor angetrieben werden, sind davon ausgeschlossen.

Förderfähig ist ebenfalls der Erwerbs eines akustischen Warnsystems (AVAS), welches gemäß der Richtlinie zum Zeitpunkt des Erwerbs eingebaut wurde. Die Förderung beträgt pauschal 100 Euro.

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

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Infrastrukturanforderungen für neue Mobilität

Das Einbauen von Stromleitungen und Steckdosen wird ebenso staatlich gefördert – doch hier unterscheidet sich das Fördergeld in den verschiedenen Bundesländern. Für die sogenannten Wallboxen soll es beispielsweise in NRW bis zu 1000 Euro – Unternehmen, die Ladestationen im öffentlichen Raum integrieren – bis zu 5.000 Fördergeld geben. Eine Gesetzesänderung soll zudem dafür sorgen, dass der Einbau von privaten Ladestationen erleichtert wird. Bisher gestaltet sich das nämlich für Mieter und Wohnungseigentümer gar nicht so einfach: Es müssen alle Eigentümer dem Einbau zustimmen. Bei Mietshäusern muss der Vermieter erst sein okay geben. Eine Umfrage von ADAC zeigt, wie wichtig die Gesetzesänderung für die Verbreitung von E-Autos wäre.

Vier von fünf der befragten Unternehmen haben keine Möglichkeit zum Laden der Autos

Länder wollen bis 2030 auf E-Autos umsteigen

Manche Energieversorger versprechen bereits Prämien. Das natürlich nicht ganz ohne Eigeninteresse, sodass immer auch darauf geachtet werden muss, ob das Angebot tatsächlich gut – oder nur einem Lockangebot entspricht.

Die Länder wollen bis 2030 auf E-Autos umsteigen. Weltweit soll es in Zukunft Diesel- und Benziner-Verbote geben. Norwegen will ab 2025 nur noch Elektroautos zulassen. China möchte das bis 2030 umgesetzt haben. Großbritannien und Frankreich möchten das Diesel- und Benzinerverbot für 2040 aussprechen.

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