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Transporter

Modellübersicht

Als Transporter werden Nutzfahrzeuge bis 3,5t bezeichnet. Sie dürfen mit Führerscheinklasse B gefahren werden. Die Nutzlast liegt zwischen 0,5t und 1,5t. Transporter lassen sich in kleine, mittlere und große Kastenwagen unterteilen. 

 

Kleiner Kastenwagen

Kleine Kastenwagen haben nur eine Aufbauvariante (Kasten). Meist sind sie so aufgebaut, dass die Fahrerkabine etwas niedriger ist und die Höhe sich zur Ladefläche hin vergrößert. Im Normallfall handelt es sich um Fünf-Sitzer (Zwei-Sitzer haben eine größere Ladefläche) mit seitlichen Schiebetüren. Kleine Kastenwagen punkten vor allem durch Funktionalität und Stauraum. 

Beispiele: VW Caddy, Fiat Doblò, Opel Combo, Renault Kangoo, Ford Tourneo, Mercedes Citan 

Kleiner Kastenwagen                 Kleiner Kastenwagen

 

 

Mittlerer Kastenwagen 

Mittlere Kastenwagen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das Ladevolumen liegt zwischen fünf und acht m3. Bei mittleren Kastenwagen gibt es serienmäßig keine Auswahlmöglichkeiten beim Aufbau. Alle sind mit einem Kasten ausgesattet, dieser bietet Stabilität und Sicherheit.

Beispiele: Opel Vivaro, Renault Trafic, Mercedes Vito, Volkswagen Transporter, Ford Transit

Mittlerer Kastenwagen              Mittlerer Kastenwagen

 

 

Großer Kastenwagen

Große Kastenwagen haben ein Gewicht bis zu 3,5t . Es sind üblicherweise mehrere Aufbauvarianten verfügbar. 

Beispiele: Peugeot Boxer, Opel Movano, Fiat Ducato, Renault Master, Mercedes Sprinter, Volkswagen Crafter 

Große Kastenwagen             Großer Kastenwagen

 

 

LKW

LKW ( Lastkraftwagen ) sind Kraftfahrzeuge die nach Bauart und Einrichtung zur Beförderung von Ladung und nicht Personen bestimmt sind. Für LKWs gibt es verschieden Aufbauvarianten, zum Beispiel Pritsche, Tankaufbau, Kasten und Trägersysteme für Wechselaufbauten. Zu diesen gängigen Beispielen kommen verschiedene Spezialaufbauten. Für LKW über 7,5t ist eine Begrenzung der Arbeitszeit des Kraftfahrzeugführers und die Führung eines Fahrschreibers vorgeschrieben.

ACHTUNG: An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen dürfen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr LKW über 7,5t nicht auf öffentlichen Straßen des Bundesgebietes verkehren. Ausnahmen: Kombinierten Güterverkehr "Schiene-Straße" vom Versender bis zum nächstgelegenen Verladebahnhof, Beförderung von frischen Lebensmitteln und dazugehörige Leerfahrten.

LKW                LKW

 

 

Aufbauvarianten 

Transporter gibt es mit verschiedenen Aufbauvarianten - je nach Bedarf. Die Auswahl reicht von der Pritsche bis zum Koffer. 

 

Doppelkabine

Als Doppelkabine („Doka“) werden Kleintransporter bezeichnet, die Kleinbus und Ladefläche kombinieren. Sie verfügen über eine Ladefläche zum Transport von Materialien und eine Personenkabine, die in zwei Reihen, bis zu sechs Personen befördert. Besonders beliebt ist die Doppelkabine bei Handwerksbetrieben. Die Doppelkabine gibt es mit verschiedenen Lademöglichkeiten.

GUT ZU WISSEN: Das gleiche Fahzeugkonzept auf Basis eines PKW wird als Pick-Up bezeichnet. Dieser zählt zu den Pritschenwagen (offene Ladefläche) und ist eine Kreuzung aus PKW und Geländewagen.

Doppelkabine                    Doppelkabine

 

 

Fahrgestell

Fahrgestelle von Transportern sind üblicherweise in Rahmenbauweise ausgeführt. Dieser Rahmen bietet die Möglichkeit verschiedene Aufbauten aufzusetzen. Für spezielle Einsatzzwecke gibt es Zentralrohrrahmen, die sehr weit zum Boden reichen. Zu empfehlen ist diese Bauweise zum Beispiel für Getränketransporter.

Fahrgestell                  Fahrgestell

 

 

Kastenwagen

Als Kastenwagen werden Nutzfahrzeuge bezeichnet, die einen, nach allen Seiten fest umschlossenen, Laderaum besitzen. Bei dieser Aufbauvariante bilden der Kasten und das Fahrerhaus eine Einheit. Dennoch ist der Laderaum üblicherweise durch eine raumhohe/halbhohe Trennwand oder Gitter von der Fahrerkabine getrennt. Kastenwagen werden in Deutschland nach Nutzlast und Hubraum besteuert. Kastenwagen eignen sich besonders als Lieferwagen.

Kastenwagen                         Kastenwagen

 

 

Kastenwagen Hochdach

Für Hochdächer gibt es keine genaue Definition, es kann nur festgehalten werden, dass die Höhe des Daches, die eines normalen Kastenwagens übersteigt. Ein Hochdach kann verschieden genutzt werden. Es gibt die Möglichkeit, den Raum als Schlafkabine auszubauen oder offen zu lassen, um die Ladefläche zu vergrößern. Die Höhe eines Hochdaches variiert je nach Hersteller.

Kastenwagen HochdachKastenwagen Hochdach

 

 

Kipper

Als Kipper werden Nutzfahrzeuge mit einer Kipperbrücke bezeichnet. Diese sind zum Transport schüttfähiger und/oder rieselfähiger Güter, wie z.B. Erde oder Sand geeignet. Die Kippbrücke ist eine, mit dem Fahrgestell des Trägerfahrzeuges verbundene, Ladefläche. Die Ladefläche kann automatisch schräg gestellt werden, sodass die Ladung von der Ladefläche rutscht. Die Bandbreite der Trägerfahrzeuge für Kipper beginnt bei Kleintransportern und reicht bis zu übergroßen Muldenkippern (können mehrere hundert Tonnen transportieren). Es gibt verschiedene Arten von Kippmechanismen:

  • Einseitenkipper: Ladefläche kann nur in eine Richtung abgekippt werden. Diese ist fest vorinstalliert. Hinterkipper mit seitlich abgerundeten Ladeflächen (die ein Hängenbleiben der Restladung verhindern) sind am beliebtesten.

  • Zweiseitenkipper: Die Ladefläche kann nach rechts und links gekippt werden.(eher ungebräuchlich)

  • Dreiseitenkipper: Alle Bordwände außer der Vorderwand sind beweglich und der Kippmechanismus kann nach rechts, links und hinten betätigt werden.

 Kipper              Kipper    

 

 

Kofferaufbau

Bei einem Kofferaufbau handelt es sich um einen Fahrzeugaufbau mit festen Wänden in der Form eines geschlossenen Kastens. In der Regel, ist der Aufbau fest mit dem Chassis verbunden. Diese bestehen meistens aus einem Leiterrahmen aus Stahl und stabilen Seitenwänden aus Holz oder Aluminium, in einigen Fällen auch aus Kunststoff. Bei LKW ist der Kofferaufbau räumlich getrennt. Bei Transportern gibt es Varianten mit Durchgang, beispielsweise bei Zustellfahrzeugen des Paketdienstes. Eine Sonderform sind Kühlkofferaufbauten (auch Iso- oder Thermokoffer genannt). Diese Sonderform ist zusätzlich isoliert. Bei einem Kofferaufbau ist die Ladung gut vor Wettereinflüssen und Diebstahl geschützt (im Vergleich zum Pritschenwagen mit Plane). Des Weiteren besteht die Möglichkeit ein Regalsystem mit vielen Staumöglichkeiten einzurichten. Üblicherweise ist bei Kofferaufbauten keine seitliche Be- und Entladung möglich (Ausnahme: Faltwandkoffer mit seitlichen Türen). Das höhere Eigengewicht verringert die Nutzlast.

Kofferaufbau              Kofferaufbau          

 

 

Kombi

Der Kombinationswagen (Kombi) leitet sich aus „PKW + LKW“ ab. Das Fahrzeug kann Personen und Lasten transportieren. Die meisten Fahrzeuge dieser Klasse zählen als PKW.

Kombi                      Kombi   

 

 

Pritschenwagen

Als Pritschenwagen werden Transporter bezeichnet, die eine Fahrerkabine vorne und eine offene Ladefläche hinten haben, die Pritsche. Pritschenwagen mit Doppelkabinen verkürzen die Nutzfläche, können dafür aber eine höhere Anzahl Personen befördern. Bei einem Pritschenwagen ist die Ladefläche nach oben hin offen. Die Seitenwände sind herabklappbar, um die Ladung leicht zu verstauen und zu entladen. Eine Sonderform der Pritschenwagen sind mit einer Plane versehen, um die Ladung zu schützen.

Pritschenwagen                            Pritschenwagen